Für den guten Zweck - Die Begünstigten des 6. AFL stellen sich vor

Wir freuen uns sehr auch dieses Jahr wieder drei Projekte aus Aachen unterstützen zu können. Insgesamt 30.000€ werden gespendet. Das Motto des Aachener Firmenlaufs lautet wie immer: "Von Aachener Unternehmen für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Euregio". Darüber hinaus versuchen wir als Veranstalter, bestehend aus den Aachener Unternehmen MedAix, der Barmer und Intersport Drucks, die Aachener Institutionen zu unterstützen, die sich gezielt für Gesundheit, Bewegung, Integration und Gewaltfreiheit einsetzen.

Im Folgenden stellen sich die Begünstigten des 6. Aachener Firmenlaufs vor:

10.000€ gehen an

Förderverein Kinderseele e.V.

Förderverein zur Unterstützung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher in Aachen und Umgebung.

Kinderseele e.V. setzt sich für die soziale Integration psychisch kranker Kinder und Jugendlicher ein. Wir finanzieren therapeutische, kreative und sportliche Aktivitäten zur Förderung des Wohlergehens der jungen Patienten. Durch unser ehrenamtliches Engagement möchten wir die Voraussetzungen für die Genesung der betroffenen Kinder und Jugendlichen verbessern.

Das von uns geförderte heilpädagogische Reiten für stationär behandelte Patienten stellt eine ergänzende Behandlungsform dar, die an zahlreichen kinder- und jugendpsychiatrischen Einrichtungen eingesetzt, allerdings nicht von der Krankenkasse finanziert wird. Es umfasst pädagogische, psychologische, psychotherapeutische, rehabilitative und sozial-integrative Maßnahmen, die über das Medium Pferd umgesetzt werden. Je nach Störungsbild der Patienten werden ganz unterschiedliche Effekte erzielt. So lernen Patienten mit Essstörungen z. B. eine verbesserte Körperwahrnehmung. Ängstliche und entwicklungsretardierte Kinder hingegen werden in ihren sozialen Kompetenzen gestärkt. Für depressive Patienten stellt sie eine freudvolle Erfahrung dar, die helfen kann, den depressiven Affekt zu überwinden. Generell kann das therapeutische Reiten auch als „Belohnung“ für die Patienten im Rahmen zahlreicher therapeutischer Aufgaben eingesetzt werden. Es hilft den Kindern dabei, sich schwierigen Herausforderungen zu stellen.

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Quelle: Georg Kempe (Text+Bild)

10.000€ gehen an

Brückenschlag Aachen

Oft verändert sich mit der Diagnose Krebs das Leben der ganzen Familie schlagartig, insbesondere dann, wenn Kinder und Jugendliche mit in der Familie leben.

In dieser Situation stoßen Eltern immer mal wieder organisatorisch und emotional an ihre Grenzen. Die alltägliche Betreuung minderjähriger Kinder von Müttern und Vätern mit einer schweren Krebserkrankung ist in Deutschland nur unzureichend geregelt. Die Familien sind in der Situation schwerer Krankheit oft alleingelassen. Gerade Kinder benötigen in dieser Situation verlässliche Alltagsabläufe, das Gefühl, mit einbezogen zu werden und ein offenes Ohr, damit sie gesund groß werden können. Im Projekt Brückenschlag werden die vorhandenen Unterstützungsangebote vernetzt und wenn nötig erweitert.

Brückenschlag ist ein Zusammenschluss von vielen Leistungsträgern, Aachener Institutionen und Personen und wurde auf Initiative des Euregionalen comprehensive Cancer Centers Aachen (kurz: ECCA; Krebszentrum der Uniklinik RWTH Aachen) und des Caritasverbands Aachen ins Leben gerufen. Die Mitarbeiterinnen der Koordinationsstelle informieren, beraten und unterstützen die Familien und finden individuelle Lösungen.

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Quelle: Sandra Grootz (Text+Bild)

10.000€ gehen an

Suchthilfe Aachen: Feuervogel

Allein in Aachen leben über 6700 Kinder und Jugendliche in einer Familie mit mindestens einem suchtkranken Elternteil.

Meist mangelt es den Kindern nicht an materieller Zuwendung. Vielmehr fehlt ihnen das Gefühl, Kind sein zu dürfen und die Erfahrung, dass sie nicht allein mit diesem Phänomen sind.

Verleugnung, Tabuisierung, Geheimhaltung und Schuldfragen gehören zum Alltag dieser Kinder. Sie erleben in ihren Familien Instabilität, Unberechenbarkeit, Vernachlässigung, psychische und physische Gewalt. Sie müssen zu früh zu viel Verantwortung übernehmen und überspringen dadurch wichtige Entwicklungsschritte. Das Risiko, dass sie selbst seelisch erkranken, ist daher sehr hoch: 50 % von ihnen werden später selbst suchtkrank. Kinder suchtkranker Eltern sind damit die größte bekannte Risikogruppe zur Entwicklung einer eigenen Suchterkrankung.

Mit dem Angebot Feuervogel bieten wir Kindern aus suchtbelasteten Familien spezielle Hilfen an. In altersgerechten Gruppen können die Kinder einmal wöchentlich mit Gleichgesinnten und Experten über das Familiengeheimnis sprechen. Feuervogel bietet damit einen aktiven Beitrag zur Prävention und Frühintervention, damit die Aussichten auf eine gesunde Entwicklung unserer Kinder erhöht werden.

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Quelle: Yvonne Michel (Text), (c) S.Kobold, Fotolia (Bild)