Aachener Firmen laufen für den guten Zweck! Die Jury hat bewertet und entschieden: Der Aachener Firmenlauf unterstützt mit insgesamt 15.000€ drei Projekte aus der Aachener Region.

Am 02.10.2014 heißt es am Hangeweiher "Auf die Plätze, fertig, los...". Der Aachener Firmenlauf geht in die 3. Runde. Seit der Premiere im Jahr 2012 hat sich der Aachener Firmenlauf zu einem der bedeutensten und gleichzeitig zum größten Laufsportevent der Städteregion Aachen entwickelt. Was aus einer Laune heraus entstand – "wir machen einen kleinen Hangeweiherlauf" – ist im Jahr 2014 nicht mehr aus dem jährlichen Laufsportkalender wegzudenken.

"Kleiner Hangeweiherlauf"

Die Initiatoren des Firmenlaufs Daniel Gier und Zoran Stojanovic schauen mit Respekt in die vergangenen Jahre und in die Zukunft: "Die Resonanz auf unsere Organisationsarbeit ist fantastisch", so Daniel Gier. "Unser Anliegen war es, das Thema Laufen für jedermann auf die große Bühne zu bringen. Die Teilnehmer der letzten Jahre waren von der tollen Atmosphäre und der überwältigenden Erfahrung `im Team gemeinsam zu Laufen` begeistert". Zoran Stojanovic ergänzt: "Wir als Organisatoren sind uns unserer sozialen Verantwortung bewußt. Der Firmenlauf bringt so viele Menschen zusammen und mobilisiert eine Menge Ressourcen, so dass es uns ein unbedingtes Anliegen ist, für die Region Aachen Mehrwerte auf allen Ebenen zu schaffen."

Von Aachener Unternehmen für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Euregio

So lautet das Motto des Firmenlaufs. Darüber hinaus versucht das Organisationsteam von MedAix, Barmer GEK und Intersport Drucks die Aachener Sportvereine sowie Institutionen zu unterstützen, die sich gezielt für Gesundheit, Bewegung, Integration und Gewaltfreiheit bei Kindern und Jugendlichen einsetzen.

Die Jury hat entschieden

Für 2014 haben die Verantwortlichen des Firmenlaufs eine Spendensumme von 15.000€ festgeschrieben, ohne dabei im Vorfeld die Anmeldezahlen für den Lauf zu kennen. Eine Jury von renommierten Firmenverantwortlichen hat dabei alle 26 Bewerbungen gesichtet und bewertet. Nun hat die Jury getagt und entschieden. Die Spendensumme wird in diesem Jahr nicht an eine einzelne Institution vergeben, sondern aufgrund der hohen Anzahl toller Bewerbungen an 3 Projekte aufgeteilt.

Wir gratulieren folgenden Institutionen

  • 6.000€ Spendensumme gehen an das Projekt "Maria im Tann – Therapeutisches und pädagogisches Reiten"
  • 6.000€ gehen an die "Aachener Engel"
    Beide Institutionen und Projekte zeichnen sich durch Ihre Vielfalt und Komplexität aus.
  • 3000€ gehen als "Sonderpreis" an das Projekt der AWO "Sportschuhe und Sportsachen für Flüchtlingskinder".
    Vor allem der Integrative Aspekt durch Sport war an dieser Stelle ausschlaggebend.

Danke an alle Bewerber

Guido Ernst, Regionalgeschäftsführer der Barmer GEK und Mitorganisator des Firmenlaufs freut sich für die begünstigten Institutionen: "Das ist eine mit Augenmaß getätigte und faire Entscheidung. Wir sagen danke an alle Bewerber in diesem Jahr und ermutigen diese, auch in der Zukunft sich bei uns zu melden. Wir sagen 'Herzlichen Glückwunsch' an die drei Gewinner und freuen uns, diesen tollen Projekte, Ihre Arbeit und den Einsatz der dahinter stehenden Menschen zum einem eine tolle Informationsplattform anzubieten und zum anderen Sie im Rahmen unserer Möglichkeiten finanziell unterstützen zu können."

Die begünstigten Institutionen stellen sich vor!


Aachener Engel e.V.
 

Der aachener Engel e.V. würde 2005 von mir initiiert um Aachenern in unverschuldeter Not zu helfen. Seither haben wir weit über 1000 Schicksalen helfen können. Neben der ursprünglichen Hilfe bei Notlagen durch eine Krebserkrankung hat sich unser Hilfsangebot stark erweitert. Hilfe für Opfer von Missbrauch, von Gewalt, Hilfe bei Selbstbehauptung durch Sport und Bildung, Hilfe bei Amtsgängen und sozialer Ungerechtigkeit. Auch wenn das primäre Hilfsgebiet noch die Unterstützung Erkrankter Menschen ist, so bedarf besonders der Kinder- und Jugendförderbereich ein großes Maß an Aufmerksamkeit.

Damit sind wir beim Verwendungszweck.
Ich versuche immer die Spenden ihrer Herkunft entsprechend unseren Aufgaben zuzuordnen. Da ihr uns durch sportliche Leistung unterstützt möchte ich damit auch die sportliche- und schulische Förderung stärken. Beide Bereiche sind eng verbunden, da die geförderten Kids bei uns bei Bedarf eine Verbundförderung erhalten. Alleine seit der Etablierung unseres Engeltutor Projektes "Bildung 0,-" haben wir mehr als 200 Nachhilfen und Hausaufgabenbetreuungen geben können. Alles kostenlos für die Kids! Viele dieser Kids werden auch sportlich eingebunden. Einige von Ihnen sind heute fest in unserem Team und haben sich von Hoffnungslos zu Leistungsträgern entwickelt!

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Maria im Tann – Therapeutisches und pädagogisches Reiten

Der Einsatz von Pferden in der Erziehung, Förderung und Therapie von Kindern und Jugendlichen – gerade von solchen mit starken Verunsicherungen und Verletzungen in ihrem Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und ihrer Fähigkeit zur Selbstwirksamkeit, ist von anerkannt hoher Wirksamkeit. Durch den Umgang mit dem Pferd können die Kinder ihre Motorik erheblich verbessern, ebenso ihre Selbst- und Fremdwahrnehmung; sie lernen, mit Ängsten umzugehen, Vertrauen aufzubauen und eine ausgewogene Einschätzung ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten zu entwickeln. Wenn sie merken, wie das Pferd auf ihre Anforderungen und Hilfen reagiert, wird dadurch ihr Vertrauen in die eigene Kraft gestärkt; wenn sie andererseits merken, dass sie gut auf die Signale des Pferdes achten müssen, um mit ihm in Einklang zu kommen und zu bleiben, gilt das Gleiche. Sie empfinden, dass Pferde vorurteilsfrei auf sie zukommen, dass Pferde andererseits auf die zuverlässige Pflege und Versorgung von Menschen angewiesen sind, wenn es ihnen gut gehen soll.

Stärkung von Konzentrationsfähigkeit, Empathie, Reaktionsfähigkeit, Frustrationstoleranz, Regelakzeptanz, Zuverlässigkeit, angemessenem Umgang mit Aggressionen und Verantwortungsgefühl sind weitere Stichworte für die Förderungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen durch und mit Pferden. Beim Reiten vermittelt das Pferd schließlich ein gutes Gefühl von "Getragen werden". Neben Reitpädagogik gehört auch der Einsatz von Hunden im Gruppenalltag zu unserer tiergestützten Pädagogik im stationären Bereich.

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AWO "Sportschuhe und Sportsachen für Flüchtlingskinder"

In Aachen werden aufgrund der Grenzlage sehr viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bei der Einreise nach Deutschland aufgegriffen. Anders als früher werden Minderjährige nicht mehr auf andere Städte verteilt, sondern bekommen in Aachen ein Betreuungsangebot durch das Jugendamt. Erster Schritt ist die Zuweisung eines Vormundes durch Jugendamt und Familiengericht. Seit 2011 betreut die AWO Kreisverband Aachen-Stadt e.V. zunehmend Jugendliche, die z.B. aus Afghanistan, Guinea, Eritrea oder Marokko zu uns nach Deutschland geflüchtet sind, um sich hier ein besseres Leben aufzubauen. Das Leben der meist 14-17-jährigen war bisher durch Krieg, Armut und Verfolgung geprägt. Oft haben sie monate- oder jahrelange Fluchtgeschichten.

Für die derzeit 42 von der AWO betreuten Jugendlichen ist uns die zügige Integration in Sprache und Kultur wichtig. In Kooperation mit den örtlichen Akteuren der Jugendhilfe möchten wir die Freude am Spiel und den natürlichen Bewegungsdrang der Flüchtlinge nutzen, um die Eingliederung in Aachen zu erleichtern. Einige Jugendliche sind bereits bei örtlichen Leichtathletik- oder Fußballvereinen aktiv. Anlässlich des Firmenlaufs stellten wir auch aktuell einen Lauftreff aus verschiedenen Nationen zusammen. Um den Spaß am Sport und darüber den integrativen Wert zu steigern haben wir uns über die Zusage zur Anschaffung von Sportbekleidung sehr gefreut!